Urbane Waldgärten: Mehrjährig, mehrschichtig, multifunktional

Gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt  durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) sowie der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin (SenUVK)

Kleingärtner gehen neue Wege...

© clarberlin

Das Kleingartenwesen im althergebrachten Sinne

  • Städte brauchen klimabegünstigende Gebiete.
  • Bewohner von Ballungsgebieten brauchen Oasen, in denen sie sich erholen und einmal richtig tief durchatmen können.
  • Kinder brauchen sichere Refugien, in denen Sie sich frei bewegen können.
  • Der Wunsch nach Nähe zur Natur, sei es nun der Liegestuhl auf dem Rasen, die selbst angebauten Radieschen oder das frisch eingemachte Mus aus eigenhändig geernteten Äpfeln, ist tief in uns verwurzelt. 

Kurz: Der Mensch braucht GRÜN !

Die Kleingärtner überall in Deutschland und auf der ganzen Welt bieten genau dies - seit Jahren und Jahrzehnten - und zwar nicht nur für eine kleine "privilegierte" Minderheit!

  • Kleingärten  tragen  wesentlich zu einem guten Stadtklima bei. Sie schlucken Verkehrs- und Industrielärm, reinigen die Luft und beeinflussen die Luftfeuchtigkeit. Zudem wirken sie sich positiv auf den Wasserkreislauf und auf das Grundwasser aus.
    Davon profitiert die ganze Stadt! 
  • Wo früher "kauzige Gartenzwergliebhaber" argwöhnisch jedes fremde Gesicht beäugten, laden heute Ruhebänke, Gemeinschaftsgärten und Naturlehrpfade zum Spazieren gehen, Verweilen und mitmachen ein.
  • Immer mehr Kinderspielplätze werden in Eigeninitiative auch für die "Nachbarskinder" installiert und liebevoll gepflegt. Viele Angebote für Kinder - von Bastelstunden bis zu Kochkursen - werden regional und überregional von Kleingärtnern angeboten und organisiert.
  • Viele Kleingartenanlagen bieten inzwischen Gemeinschafts- oder Mitmachgärten an oder versuchen durch ganz eigene Ideen "ihre" Oasen mit den Berlinern zu teilen, die nicht das Glück hatten eine, der immer weniger werdenden, Kleingartenparzellen zu ergattern.

Neue Anforderungen

Die Nachfrage, nach einem "eigenen" kleinen Stück Natur - sei es nun ein Kleingarten, ein einzelnes Hochbeet oder nur eine transportable Kiste, in der drei Salatköpfe wachsen - wird immer größer. Doch der Platz in einer Stadt wie Berlin ist begrenzt und muss für viele Belange gerecht geteilt werden. Schulen, Krankenhäuser, Wohnhäuser - ja selbst Fabrik- oder Bürogebäude sind wichtig.

Gesellschaftliche Strukturen und das Arbeitsleben haben sich verändert. Der Kleingarten - früher oft Lebensmittelpunkt einer ganzen Familie - muss sich heute Platz, Zeit und die Aufmerksamkeit seiner Pfleger mit vielen anderen Dingen des täglichen Lebens teilen. Er soll neben Erholung und der Bereicherung des familiären Speiseplans heute noch viele andere Erwartungen erfüllen. 

Vor diesem Hintergrund sucht das Kleingartenwesen in Berlin nach Antworten auf Fragen wie z. B.

  • Wie können wir den vorhandenen Platz mit noch mehr Menschen teilen?
  • Wie können wir noch effizienter etwas für die Umwelt tun (Artenvielfalt erhalten, Klimaschutz)?
  • Wie können sich Kleingärten an die veränderte Sozialstruktur und die Veränderungen in der Arbeitswelt anpassen?
  • Wie können wir Umweltwissen ohne erhobenen Zeigefinger weitergeben?
  • Und wie bringt man all dies unter einen Hut?


Sind ungewöhnliche Ideen der neue Weg für das Kleingartenwesen in ganz Deutschland?

Umweltwissenschaftlerin Jennifer Schulz von der Universität Potsdam will das aus Großbritannien stammende Prinzip des "Waldgartens im Urbanen Raum" im Zusammenhang mit "gemeinschaftlichem Gärtnern" zu folgenden Aspekten näher untersuchen:



biologische Vielfalt






Verbesserung der Klimafunktion





Schutz der Bodenfunktionen



Gemeinschaftlich Gärtnern






Umweltbildung





Mehrschichtiger Nahrungsmittelanbau


Was ist denn ein Waldgarten?

 
=> Wälder haben wir doch genug in und um Berlin herum!
=> Waldbäume sind im Kleingarten doch verboten?


Bei einem Waldgarten geht es zunächst einmal um den strukturierten Anbau von überwiegend essbaren Pflanzen auf mehreren Ebenen. 

Sie finden das Prinzip interessant?

Noch mehr Informationen zu Waldgärten, deren Funktion sowie dem Projekt "Urbane Waldgärten gibt es auf der Webseite www.urbane-waldgaerten.de

Sie wollen Teil dieses Projekts werden?

Bewerbungsunterlagen für den gemeinschaftlichen Waldgarten

Der Bewerbungsbogen kann persönlich beim Bezirksverband Berlin-Süden abgegeben oder auch per Post oder E-Mail eingesandt werden.


                                        Neues vom Waldgartenprojekt / Archiv                                

Inhalt:

17.06.2021 - Essbare Waldgärten - ein Bericht des Hessischen Rundfunks

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28. Mai 2021 - Und wieder einen Schritt weiter...

Am 28. Mai 2021 wurde der Zwischenpachtvertrag zwischen dem Bezirksamt Neukölln, vertreten durch Herrn Vosskamp vom Straßen- und Grünflächenamt Neukölln, und dem Bezirksverband Berlin-Süden der Kleingärtner e.V., vertreten durch die beiden Vorsitzenden M. Jubelt und B. Stapel, geschlossen.  Mehr…
v. l.: Herr Vosskamp, M. Jubelt, B. Stapel


Damit können nun vom Bezirksverband Berlin-Süden, der als Projektträger für den Kleingartenpark "Urbane Waldgärten" am Leonberger Ring fungiert,  Aufträge zur Herrichtung der Kleingartenfläche vergeben werden.
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02.12.2020 - Was wird aus den Salers-Rinder aus dem Britzer-Garten?

  • Weideflächen gehen zurück an den Bezirk Neukölln – Urbaner Waldgarten entsteht
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Seit 2011 waren die Salers-Rinder im Park zuhause. Die Rasse stammt ursprünglich aus den vulkanischen Bergen des französischen Zentralmassivs. So imposant wie ihre Herkunft ist auch ihre Statur: Erwachsene Tiere erreichen eine Widerristhöhe von 150 Zentimeter und ein Körpergewicht von 900 Kilogramm.

© Liza Litsch  / pixelio.de
Die Park-News des Britzer Gartens können Sie hier lesen
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April 2020 - Der Standort

Standort der neuen Anlage- Klick zum Vergrößern
(Erstellt mit Daten aus OpenStreetMap)

In der April-Ausgabe unserer Verbandszeitschrift "Gartenfreund" wird der Standort und die Planung der einzelnen Bestandteile der Musteranlage am Leonberger Ring in Berlin-Britz vorgestellt. Den ganzen Artikel finden Sie hier:

© Verlag W. Wächter

Informationsveranstaltung am 15.08.2019 von 17:00 – 19:00 Uhr

Wo: Vereinsgaststädte der Kolonie Heimaterde - Breitunger Weg 45, 12349 Berlin

Einladung an alle Bewerber/innen für einen Kleingarten im Bezirksverband Berlin-Süden e.V.

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Sie haben sich auf einen Kleingarten im Bezirksverband Berlin-Süden e.V. beworben!? Der Bezirksverband Süden entwickelt in Zusammenarbeit mit einem Forscherteam des Projektes „Urbane Waldgärten“ derzeit eine neuartige Kleingartenanlage in Britz. Der Schwerpunkt dieser neuen Anlage wird auf naturnahem und klimafreundlichem Gärtnern liegen und auch neue Formen des gemeinschaftlichen Gärtners erproben. Die neue Kleingartenanlage soll nach dem Leitbild eines Waldgartens entwickelt werden, wobei Parzellen mit und ohne Laube, mit und ohne Zaun, sowie auch ein großer Gemeinschafts-Waldgarten entstehen soll. Damit eröffnen sich für Bewerber völlig neue Wahlmöglichkeiten einer Mitgliedschaft und des Gärtnerns in einem Kleingartenverein. Was ein Waldgarten ist und welche Möglichkeiten der Mitgestaltung es für Sie als Kleingarten-Bewerber gibt, wollen wir Ihnen in dieser Veranstaltung erläutern und mit Ihnen diskutieren. Wer interessiert ist Mitglied in dieser neuen Anlage zu werden und auch besonderes Interesse am naturnahen Gärtnern hat ist herzlich eingeladen. Falls Sie nicht kommen können und sich dennoch interessieren, kontaktieren Sie uns bitte. Weitere Veranstaltungen sind geplant und werden auf den Webseiten angekündigt.

Standort der neuen Anlage
(Erstellt mit Daten aus OpenStreetMap)

Marina-Test
Anfahrt Veranstaltungsort
(Erstellt mit Daten aus OpenStreetMap)
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Auftaktveranstaltung zum Beteiligungsverfahren: E+E-Vorhaben Urbane Waldgärten

„Gemeinsam einen essbaren Waldgarten gestalten – aber wie?“

Samstag, 15.06.2019, 14:30 bis 17:00 Uhr
in der Vereinsgaststädte der Kleingartenanlage Kolonie Heimaterde e.V.
Meise 25, 12349 Berlin

Das Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben

„Waldgärten als langfristige, multifunktionale Flächennutzung im urbanen Raum“

der Universität Potsdam startet in Zusammenarbeit mit dem Büro Urbanizers das Beteiligungsverfahren zur Entwicklung eines Waldgartens.

Kann in den nächsten Jahren in der Nähe des Britzer Gartens ein Waldgarten entwickelt werden? In einem gemeinsamen Diskussions- und Arbeitsprozess wollen wir herausfinden, ob und wie. Ab Juni fragen wir uns in regelmäßigen Treffen: wie sehen Waldgärten eigentlich aus? Wie werden sie genutzt und gepflegt? Wer kann welche Aufgaben übernehmen? Diese und andere Fragen gilt es im Laufe des Sommers zu beantworten.

Bei Interesse können Sie hier einen Flyer zur Veranstaltung herunterladen und sich für die Veranstaltung anmelden.

Sie wollen daran mitwirken?

Kommen Sie vorbei!

Umfrage

Gärtnern in der Stadt hat heute viele Gesichter: Tulpen stehen in Baumscheiben an der Straße, Gurken wachsen in Hochbeeten und auch das Kleingartenwesen befindet sich im Wandel. Insbesondere die vielfältigen Angebote und Formen des gemeinschaftlichen Gärtnerns in Mieter*innengärten auf Stadtbrachen oder sonstigen verfügbaren Grünflächen erfreuen sich großer Beliebtheit.

Ist es für Bewerber*innen auf eine Kleingartenparzelle wünschenswert, sich in einer gemeinschaftlichen Form des Gärtnerns innerhalb einer Kleingartenanlage zu verwirklichen? Welche Wünsche haben Sie an das gemeinschaftliche Gärtnern? Was sollte in einer neu zu entwickelnden Kleingartenanlage berücksichtigt werden, in der gemeinschaftliches Gärtnern stattfindet?

Dies will die Universität Potsdam, mit Ihrer Hilfe untersuchen. Die Umfrage sollte nur etwa fünf Minuten in Anspruch nehmen und Ihre Antworten sind gänzlich anonym. Bitte unterstützen Sie die Wissenschaftler, in dem Sie den Fragebogen möglichst vollständig beantworten. Vielen Dank!

Hier geht´s zur Umfrage

Informationsveranstaltung: E+E-Vorhaben Urbane Waldgärten

„Urbane Waldgärten - eine neue Form des Urban Gardening?“

Dienstag, 28.05.2019, 18.00 Uhr im FRIZZ23 Friedrichstraße 23, 10969 Berlin

Das Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben „Waldgärten als langfristige, multifunktionale Flächennutzung im urbanen Raum“ der Universität Potsdam stellt die Prinzipien und Funktionen urbaner Waldgärten vor.

Ein Waldgarten besteht aus mehreren Schichten vorwiegend essbarer Pflanzen, die sich ähnlich der Struktur von Wäldern, teilweise überlappen. Obst- und Nussbäume, Sträucher zum Anbau von Beeren und Tee, sowie Gemüse und Kräuter, werden so kombiniert, dass sie miteinander gedeihen und geerntet werden können. Damit sind Waldgärten eine besonders naturnahe und langfristig angelegte Form des urbanen Gärtnerns.

Neben Informationen zur Funktionsweise von Waldgärten wird es auch Erläuterungen zum anstehenden Beteiligungsverfahren zur konkreten Entwicklung eines neuen gemeinschaftlichen Waldgartens in Berlin geben.

Bei Interesse können Sie hier einen Flyer zur Veranstaltung herunterladen und sich für die Veranstaltung anmelden.

Sie wollen mehr darüber wissen? Kommen Sie vorbei!


Diese Website gibt die Auffassung und Meinung des Zuwendungsempfängers des Bundesprogramms Biologische Vielfalt wieder und muss nicht mit der Auffassung des Zuwendungsgebers übereinstimmen.