Urbane Waldgärten: Mehrjährig, mehrschichtig, multifunktional

Gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt  durch das Bundesamt ür Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) sowie der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz des Landes Berlin (SenUMVK).

Kleingärtner gehen neue Wege...

© clarberlin

Derzeit wird von der Universität Potsdam ein Modellvorhaben zur Entwicklung einer Kleingartenanlage mit urbanem Waldgarten in Neukölln durchgeführt. Das Beteiligungsverfahren startet im Mai 2019. Sie haben Interesse daran mitzuwirken? Dann senden Sie eine E-Mail mit Betreff "Urbane Waldgärten" an k.mueller@bv-sueden.de oder tragen Sie sich in den Newsletter unter http://urbane-waldgaerten.de/ ein. Dort erhalten Sie alle weiteren Informationen zum Verfahren.

Bewerbungsunterlagen für den gemeinschaftlichen Waldgarten

Der Bewerbungsbogen kann persönlich beim Bezirksverband Berlin-Süden abgegeben oder auch per Post oder E-Mail eingesandt werden.


Das Kleingartenwesen im althergebrachten Sinne

  • Städte brauchen klimabegünstigende Gebiete.
  • Bewohner von Ballungsgebieten brauchen Oasen, in denen sie sich erholen und einmal richtig tief durchatmen können.
  • Kinder brauchen sichere Refugien, in denen Sie sich frei bewegen können.
  • Der Wunsch nach Nähe zur Natur, sei es nun der Liegestuhl auf dem Rasen, die selbst angebauten Radieschen oder das frisch eingemachte Mus aus eigenhändig geernteten Äpfeln, ist tief in uns verwurzelt. 

Kurz: Der Mensch braucht GRÜN !

Die Kleingärtner überall in Deutschland und auf der ganzen Welt bieten genau dies - seit Jahren und Jahrzehnten - und zwar nicht nur für eine kleine "privilegierte" Minderheit!

  • Kleingärten  tragen  wesentlich zu einem guten Stadtklima bei. Sie schlucken Verkehrs- und Industrielärm, reinigen die Luft und beeinflussen die Luftfeuchtigkeit. Zudem wirken sie sich positiv auf den Wasserkreislauf und auf das Grundwasser aus.
    Davon profitiert die ganze Stadt! 
  • Wo früher "kauzige Gartenzwergliebhaber" argwöhnisch jedes fremde Gesicht beäugten, laden heute Ruhebänke, Gemeinschaftsgärten und Naturlehrpfade zum Spazieren gehen, Verweilen und mitmachen ein.
  • Immer mehr Kinderspielplätze werden in Eigeninitiative auch für die "Nachbarskinder" installiert und liebevoll gepflegt. Viele Angebote für Kinder - von Bastelstunden bis zu Kochkursen - werden regional und überregional von Kleingärtnern angeboten und organisiert.
  • Viele Kleingartenanlagen bieten inzwischen Gemeinschafts- oder Mitmachgärten an oder versuchen durch ganz eigene Ideen "ihre" Oasen mit den Berlinern zu teilen, die nicht das Glück hatten eine, der immer weniger werdenden, Kleingartenparzellen zu ergattern.

Neue Anforderungen

Die Nachfrage, nach einem "eigenen" kleinen Stück Natur - sei es nun ein Kleingarten, ein einzelnes Hochbeet oder nur eine transportable Kiste, in der drei Salatköpfe wachsen - wird immer größer. Doch der Platz in einer Stadt wie Berlin ist begrenzt und muss für viele Belange gerecht geteilt werden. Schulen, Krankenhäuser, Wohnhäuser - ja selbst Fabrik- oder Bürogebäude sind wichtig.

Gesellschaftliche Strukturen und das Arbeitsleben haben sich verändert. Der Kleingarten - früher oft Lebensmittelpunkt einer ganzen Familie - muss sich heute Platz, Zeit und die Aufmerksamkeit seiner Pfleger mit vielen anderen Dingen des täglichen Lebens teilen. Er soll neben Erholung und der Bereicherung des familiären Speiseplans heute noch viele andere Erwartungen erfüllen. 

Vor diesem Hintergrund sucht das Kleingartenwesen in Berlin nach Antworten auf Fragen wie z. B.

  • Wie können wir den vorhandenen Platz mit noch mehr Menschen teilen?
  • Wie können wir noch effizienter etwas für die Umwelt tun (Artenvielfalt erhalten, Klimaschutz)?
  • Wie können sich Kleingärten an die veränderte Sozialstruktur und die Veränderungen in der Arbeitswelt anpassen?
  • Wie können wir Umweltwissen ohne erhobenen Zeigefinger weitergeben?
  • Und wie bringt man all dies unter einen Hut?


Sind ungewöhnliche Ideen der neue Weg für das Kleingartenwesen in ganz Deutschland?

Umweltwissenschaftlerin Jennifer Schulz von der Universität Potsdam will das aus Großbritannien stammende Prinzip des "Waldgartens im Urbanen Raum" im Zusammenhang mit "gemeinschaftlichem Gärtnern" zu folgenden Aspekten näher untersuchen:



biologische Vielfalt






Verbesserung der Klimafunktion





Schutz der Bodenfunktionen



Gemeinschaftlich Gärtnern






Umweltbildung





Mehrschichtiger Nahrungsmittelanbau


Was ist denn ein Waldgarten?

 
=> Wälder haben wir doch genug in und um Berlin herum!
=> Waldbäume sind im Kleingarten doch verboten?


Bei einem Waldgarten geht es zunächst einmal um den strukturierten Anbau von überwiegend essbaren Pflanzen auf mehreren Ebenen. 

Sie finden das Prinzip interessant?

Noch mehr Informationen zu Waldgärten, deren Funktion sowie dem Projekt "Urbane Waldgärten gibt es auf der Webseite www.urbane-waldgaerten.de

Sie wollen Teil dieses Projekts werden?

Bewerbungsunterlagen für den gemeinschaftlichen Waldgarten

Der Bewerbungsbogen kann persönlich beim Bezirksverband Berlin-Süden abgegeben oder auch per Post oder E-Mail eingesandt werden.


Diese Website gibt die Auffassung und Meinung des Zuwendungsempfängers des Bundesprogramms Biologische Vielfalt wieder und muss nicht mit der Auffassung des Zuwendungsgebers übereinstimmen.